Urlaub auf der Hakos-Astrofarm in Namibia

Hakos-Farm

Hakosgebirge

Panorama des Umlandes

Blick vom Gamsberg in Richtung Namib

Es war schon immer ein Traum von mir einmal unter sehr guten Bedingungen, also einem richtig dunklen Himmel, zu fotografieren. Im September war es dann soweit, ich verbrachte meinen ersten Astrourlaub auf der Hakos-Astrofarm in Namibia. Die Farm liegt weit ab von Ballungszentren oder Städten im Hakosgebirge auf etwa 1800m Höhe.

Namibia hat wohl neben Chile den besten Nachthimmel der Erde. Die Internationale Amateur-Sternwarte (IAS) hat u.a. deshalb auch das Hakosgelände als Beobachtungsort gewählt und dort mehrere Beobachtungsstationen mit unterschiedlichen Teleskopen eingerichtet. Nicht weit davon entfernt befindet sich zudem der Gamsberg, ein 2347m hoher Tafelberg aus Granit. Der abgeflachte Berg hat eine Plateaufläche von etwa 2500 x 800m und bietet eine sensationelle Aussicht und Rundumsicht. So lässt sich von hier aus auch die Namib sehr gut erkennen. Die Gipfelhochfläche kann auch über den nicht ganz ungefährlichen Gamsbergpass mit einem geländegängigen Auto erreicht werden. Sie ist aber im Besitz des Max-Planck-Insituts für Astronomie und darf nur mit Sondererlaubnis besichtigt werden. Die Internationale Amateur-Sternwarte betreibt dort oben auch ein Teleskop mit 71 cm Öffnung.

Für mich waren die Tage und Nächte während meines Aufenthaltes auf Hakos dann relativ einfach strukturiert: Nachts wurde beobachtet und fotografiert, morgens in der Savanne und dem Gebirge gewandert und nachmittags versuchten wir den fehlenden Schlaf etwas nachzuholen.

Ich habe für die dort entstandenen Bilder eine eigene Seite angelegt, die unter dem Menuepunkt Namibia zugänglich ist. Das obere Bild zeigt die Gebäude der Hakos-Farm, von dem Bild darunter bekommt man einen Eindruck von dem Hakos-Gebirge. Das erste Panoramabild zeigt das Umland wobei man links im Hintergrund auch den Gamsberg erkennen kann und ganz rechts unseren Beschützer auf den Wanderungen. Das untere Panoramabild zeigt den Ausblick auf die Wüste Namib vom Gamsberg aus.

 

Sternschnuppe

Die Perseiden sind ein Meteorstrom der jedes Jahr etwa Mitte August die Überreste des Kometen 109P/Swift-Tuttle als Sternschnuppen auf uns niedergehen lässt. Am 13.08.2018 versuchte ich an der Sternwarte einige Sternschnuppen fotografisch einzufangen. Leider war die Ausbeute sehr gering, in der bewölkten Nacht waren kaum Sternschnuppen zu sehen. Die einzige Sternschnuppe, die ich einfangen konnte, kam seltsamer Weise auch gar nicht aus dem Sternbild Perseus sondern eher aus einer westlichen Himmelsregion.
Die Sternschnuppe ist im Bild links am Rand zu sehen, in der Mitte sind Spuren eines Sateliten zu erkennen.

Aufnahmedaten: Objektiv Walimex 14mm, f2.8, Kamera: Sony Alpha 7s, ISO 1000, Belichtngszeit 15s. Aufnahmeort: Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen am 13.08.2018.

 

Mondfinsternis am 27. Juli 2018


Totale Mondfinsternis am 27.07.2018

Am 27.07.2018 hatten wir mit einer Dauer von 103 Minuten die längste totale Mondfinsternis (MoFi) des 21. Jahrhunderts. Ich hatte die Gelegenheit, die MoFi mit vielen anderen an unserer Sternwarte in Essen beobachten und fotografieren zu können. Hier neben dem Einzelbild auch eine Komposition aus 6 Bildern, die unterschiedliche Phasen der MoFi zeigen.

Aufnahmedaten: Takahashi 60Q, Brennweite 600mm, Kamera: Sony Alpha 7s auf Astrotrac, Aufnahmeort: Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen am 27.07.2018.

 

NGC 7000

NGC 7000

Die Aufnahme wurde auf Spaniens höchsten Berg, dem Teide auf Teneriffa gemacht. Ich habe einen Standort in der Nähe der Seilbahn in 2300 m Höhe gewählt. Er ist hoch genug, um einen großen Teil der eventuell auftretenden Wolken unter sich zu lassen aber auch nicht zu hoch, so dass die Lichter der entfernten Orte an der Küste stören würden. Das Bild zeigt den Gasnebel NGC 7000 im Sternbild Schwan. Der Nebel ist in etwa 2000 bis 3000 Lichtjahre von uns entfernt. Leider zogen in der Nacht am Teide (2300 Meter Höhe) doch einige Wolkenzirren durch, so dass die großen Sterne einen deutlich erkennbaren Hof aufweisen.

Aufnahmedaten:  Takahashi 60cb, Reducer, Kamera: Sony Alpha 7s auf Astrotrac,  ISO 5000, Belichtung 90 x 20s, Aufnahmeort: Teide National Park, Teneriffa am 28.08.2017 .

Hier ist noch ein Bild vom Beobachtungsstandort am Morgen nach der Fotosession.

Beobachtungsplatz am Teide

 

Orionkomplex: M 42, IC 434 und NGC 2024

M 42, IC 434 und NGC 2024

Das Bild zeigt links unten den Orionnebel M42 und in der Mitte den roten Emissionsnebel IC 434, der teilweise durch eine Dunkelwolke durchzogen wird, die bei genauerem Hinsehen einem Pferdekopf ähnelt. IC 434 ist in etwa 1500 Lichtjahre von uns entfernt. Neben IC 434 ist mit NGC 2024 ein weiterer Emissionsnebel zu sehen, der wegen seiner Gestalt auch Flammennebel oder flammender Baum genannt wird. Zudem lassen sich in dem Bild zwischen und um den Nebeln weitere Staubwolken erkennen. Für die Aufnahme wurde die Brennweite des Teleskops mittels Reducer verringert.

Aufnahmedaten:  Takahashi 60cb, Reducer, Kamera: Sony Alpha 7s auf Astrotrac,  ISO 2000, Belichtung 256 x 30s, Aufnahmeort: Walter-Hohmann -Sternwarte am 30.12.2016 .

Sagittarius Trio – M8, M20, M21 – NGC6559 – NGC6544 (Sagittarius)

Sagittarius Trio

Ein weiteres Bild vom Teide ein Jahr später zeigt die Nebel M8, M20 und M21, welche auch unter dem Namen “Sagittarius Trio” bekannt sind. Anstelle des Flatteners wurde für das Teleskop ein passender Reducer verwendet, als Reise-Montierung dient eine Astrotrac.

Aufnahmedaten:  Takahashi 60cb, Reducer, Kamera: Sony Alpha 7s auf Astrotrac,  ISO 3200, Belichtung 185 x 20s, Aufnahmeort: Teide am 28.08.2017.

Milchstrasse am Teide

Milchstrasse Süd-West am Teide

Der Anblick der Milchstraße war atemberaubend. Ich habe sie zum ersten Mal so deutlich gesehen. Die Bilder zeigen die Ansicht in Richtung Süd-West.

Aufnahmedaten:  Sigma 35 f1.8 @3.2, Kamera: Sony Alpha 7s auf Star Adventurer,  Belichtung 1 x 20s, Aufnahmeort: Teide am 03.09.2016 .

Antares Region

Antares Region

Anfang September verbrachten wir unseren Urlaub auf Teneriffa. Für Hobby-Astrofotografen wie mich ein Fest: die Insel hat neben Meer und tollem Sonnenwetter auch eine wunderschöne Vulkanlandschaft und einen ausgezeichneten Sternenhimmel in der Teide-Region zu bieten. Unter dem dunklen Himmel auf 2300 m Höhe sind insbesondere Aufnahmen von der Milchstrasse möglich, die im Ruhrgebiet undenkbar wären. Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Sternbild des Skorpions, die Antares Region. In unseren Breiten liegt diese Region allenfalls knapp über dem Horizont und ist aufgrund der Aufhellung nicht gut zu fotografieren.

Aufnahmedaten:  Takahashi 60cb, Flattener, Kamera: Sony Alpha 7s auf Star Adventurer,  ISO 4000, Belichtung 100 x 20s, Aufnahmeort: Teide am 03.09.2016 .

Andromeda Galaxie M31

M31

Durch den Umbau der Sony a7s Kamera und einer Modifizierung des Bajonett-Anschlusses hatte ich Probleme den richtigen Abstand zwischen Bildfeldebener (Flattener) und dem Chip der Kamera zu finden. Wenn dieser Abstand nicht genau stimmt, sind die Sterne vor allem am Bildfeldrand stark verzogen. Ganz lässt sich dies bei der gewählten Kombination leider nicht verhindern, aber es sollte auch nicht stören. Letztlich hat nach vielem Probieren ein Einlegering mit einer Dicke von 0,67mm geholfen. Es ist immer noch nicht perfekt, aber für mich jetzt akzeptabel. Zum Testen des Abstandes hatte ich mir mit der Andromeda Galaxie M31 ein Standardobjekt ausgewählt.

Aufnahmedaten:  Takahashi 60cb, Flattener, Kamera: Sony Alpha 7s auf Star Adventurer,  ISO 1600, Belichtung 300 x 15s, Aufnahmeort: Essen am 01.08.2016 .

Jupiter mit dem kleinen Tak

Jupiter am 07.03.2016
Jupiter am 07.03.2016 leicht vergrößert

Die Brennweite des kleinen Takahashi 60cb von 355mm lässt sich mit dem Q-Modul auf 600mm verlängern. Um Jupiter mit einigen seiner Monde aufzunehmen wurde zusätzlich eine Barlow Linse eingeschraubt, die eine weitere Brennweitenverlängerung (ca. 1,5 fache) zur Folge hatte. Letztlich liegt dann die Brennweite bei ca. 900mm.  Das obere Bild zeigt, dass Jupiter trotzdem noch sehr klein dargestellt wird, es lassen sich aber die zwei großen roten Wolkenbänder und die Monde Ganymede, Io und Callisto erkennen. Das untere Bild ist leicht vergrößert.

Aufnahmedaten:  Takahashi 60Q, VIP Barlow, Kamera: Sony Alpha 7s auf Star Adventurer,  Belichtung 1/30s, Aufnahmeort: Essen am 07.03.2016 um 0.18h.